BUZZ on e-mobility

© Outback BUZZ - Wolf Backhaus




Teil 1
(erschienen am 21.2.2019)



Elektromobilität
Fakten und Diskussion zum Kulturwandel in der Fahrzeugtechnik

Wenn ich jetzt ein E Auto hätte...
...würde ich als erstes wissen wollen, wo ich damit hier im Outback 'tanken'
kann.


Diese (über 2 Apps gefundene) Karte
zeigt die derzeit vorhandenen Ladestationen
 im Umkreis von +/- 50 km


So ist die heutige Situation:
Natürlich kann ich auch an fast jeder Steckdose laden. Doch das dauert.
Unterwegs, entlang viel befahrener Strassen, sehen wir immer mehr neue Ladestationen.
In den Innenstädten werden kostenlose Zapfpunkte angeboten.

Ohne Auto geht nichts im Outback...
Wer auf dem Land lebt, merkt sehr schnell, daß es trotz des öffentlichen Nahverkehrs, schwierig bis unmöglich ist, zB. von einem Moondance nachts noch nach Hause zu kommen. Kinder zur Schule bringen oder Einkäufe in den Mittelzentren, mit ÖPNV ist der Weg 2 - 3 mal so lang.
Genau wie ich werden sich die Buzz Leser mit diesem Thema beschäftigen und da ihr an alternativen Fakten interessiert seid, habe ich mal zusammengetragen, was zum Thema zukünftige Mobilität in der Diskussion steht.

Beginnen wir mit mir....

Persönliche Erfahrungen

Das Thema, generell gesagt, das Ende des Carbon Zeitalters, beschäftigt mich, seit Anfang der 80er Jahre. Zum ersten Mal baute ich auf einem Schiff einen Windgenerator auf. Er bestand aus fertigen Teilen, - einem 2 Flügler Rotorblatt und einem umgewickelten 12 V / 800 W Generator; ohne Laderegelung, direkt mit einer 12 Volt Batterie verbunden.

Die Anlage lief bei mässigem bis mittelstarkem Wind (Stärke 3 - 6) und lieferte ausreichend Ladestrom. Einige 12 Volt Verbraucher, wie Radio und Licht konnten betrieben werden. Ab etwa Windstärke 6 drehte der Rotor so schnell, dass er per Bremse gestoppt werden musste. Ein automatischer Betrieb war so nicht möglich. Der aber ist wichtig, will man nicht Tag und Nacht auf die Anlage aufpassen müssen.

Schon diese Episode machte mir eins deutlich: Es ist nicht einfach aus Wind Strom zu erzeugen oder physikalisch betrachtet, aus einer sich erneuernden Energie wie dem Wind, eine stabile, speicherbare und transportfähige Energie auf Abruf zu gewinnen.

Bald darauf konnte ich miterleben, wie ein grosses, altes Mühlrad von Fachleuten zur Stromerzeugung umgenutzt wurde. Von den Berechnungen der möglichen Kapazität, den Zeichnungen für mechanische Teile über die technischen Anpassungen zur Übertragung der Kraft auf den Generator ...  ... und schließlich bis zur Umsetzung, - vergingen fast 2 Jahre. Insgesamt war dann das Ergebnis ernüchternd, der Aufwand einer derartigen individuellen Anpassung stand letztlich in keinem Verhältnis zum Ergebnis.

Einige Jahre später bekam ich die Gelegenheit mich intensiver mit der Windkraft zu beschäftigen.
Im Auftrag eines grossen Elektroeinzelhändlers richtete ich einen Windkraft-Wettbewerb aus.
Zur damaligen Zeit war dies noch ein sehr umstrittenes Thema. In ganz Deutschland standen zur damaligen Zeit  maximal rund 100 Windräder, vor allem kleine Anlagen an Plätzen wo kein Netzstrom zu bekommen war. Wie so oft sträubten sich sowohl die Behörden als auch die Industrie gegen dieses neue, eigentlich aber uralte Thema. Mein Auftraggeber hingegen wollte aus der Sicht eines Handwerksbetriebes heraus signalisieren:  "Wir nehmen das Thema ernst!"
Etwa 1/2 Jahr lang drehten sich dann 16 handgefertigte Windkraftanlagen auf einem Versuchsfeld auf dem Werkstattdach des ausrichtenden Betriebes.
Die Werkstatt wurde zur Ideenschmiede. 2 Professoren, 2 wissenschaftliche Mitarbeiter, ein Elektriker und Windkarftenthusiasten aus nah und fern kamen hier zusammen und tauschten sich aus. Das Ganze war ein Dauerbrenner in der lokalen und später auch überregionalen Presse bis ins Fernsehen.


16 Windkraftanlagen, 13 davon im Wettbewerb (© wolf 1988)


Der Betrieb und die Aktion wurde im gleichen Jahr mit dem Umweltschutzpreis  der Stadt Haan/Rhld ausgezeichnet.

Christian Kuhtz hatte eine handliche Anlage nur aus Schrottteilen gebaut und war aufgrund der überragenden Ökobilanz insgesamt und der meisten erzeugten Ampere-Watt Stunden der Sieger. Er beschrieb daraufhin den Bau seiner Anlage ganz präzise zum Nachbau in einem seiner "Einfälle statt Abfälle" Hefte. (bei Amazon)

So gross auch der Effekt in der Öffentlichkeit war, blieb doch das Ergebnis weit hinter den Erwartungen zurück. Alle gemessenen Anlagen hatten zusammen in den drei, leider relatif windarmen Monaten der Messperiode, gerade einmal den energetischen Gegenwert einer Schüppe Kohlen geliefert.

Viel mehr als die Energieausbeute waren jedoch die Erfahrungen wert, die alle Beteiligten machen konnten. In zahlreichen Expertengesprächen wurden alle Aspekte der erneuerbaren Energien beleuchtet.

Von den Fachleuten erfuhren wir Laien, dass der höchste Wirkunsgrad erreicht wird, wenn direkt am Windrad mittels Elektrolyse Wasserstoff gewonnen und in Rohrleitungen und (vorhandenen) Pipelines verteilt wird. Zudem ist die Wasserstoff Technik  von der Erzeugung, über Transport und Lagerung, bis hin zur Verwendung als Brennstoff im Auto voll ausgereift und standardmässig normiert.

Doch schon damals wußten auch alle, dass durch die difuse Angst vor Gas, dies das Modell wäre, was die geringste Akzeptanz in der Öffentlichkeit haben würde.

Diese Diskussion hält bis heute an: Batterien oder Wasserstoff. Meiner Meinung nach haben das Gros der Automobilentwickler gerade in Deutschland lange auf die wesentlich elegantere und effizientere Wasserstoff Lösung gewartet und hinken nun dem Elektroautomarkt hinterher.
Aus technischer Sicht durchaus nachvollziehbar, denn Batterien haben nicht nur eine schlechte Ökobilanz, sie verlieren Leistung bei niedrigen Temperaturen, sind nur aufwendig recycelbar, haben ein hohes Gewicht und stellen bei Unfällen ein erhöhtes Risiko dar.

Mehr zur H2 Diskussion hier: wie-wasserstoff-die-groessten-probleme-von-e-auto-batterien-loesen-koennte

Meine ersten Erfahrungen mit einem reinen E-Auto machte ich dann mit dem Hotzenblitz, dem ersten strassentauglichen, in Serie gebauten Elektroauto in Deutschland.

Dazu mehr in Teil 2:
Warum es trotzdem richtig ist jetzt auf Batterietechnik zu setzen...
Ist e Mobilität überhaupt ökologisch sinnvoll?
Wie ist die Gesamtökobilanz bei E Fahrzeugen mit Batterien?
Wenn Benzin und Diesel wegfallen, stellt sich die Frage: Woher soll der ganze Strom kommen?
Was ist das günstigste E Mobil und was kostet es alles in Allem?







Teil 2

(erschienen am 28.2.2019)


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Elektromobilität


 
M
eine ersten Erfahrungen mit einem reinen E-Auto machte ich dann mit dem Hotzenblitz, dem ersten strassentauglichen, in Serie gebauten Elektroauto in Deutschland.

Leider konnte ich nur das Ende der Geschichte mitverfolgen. Ich hatte den Auftrag für einen US TV Sender eine Serie über die wirtschaftliche Entwicklung Thüringens nach der Wende zu drehen.

Die Vorserienproduktion war nach langer Entwicklungsphase und enormen Schwierigkeiten bei der Kapitalbeschaffung nach Suhl in Thüringen verlegt worden. Dort wo in der DDR die 'Schwalbe' montiert wurde, wurden die ersten und letzten 128 Fahrzeuge zusammengeschraubt.
Der rasante Flitzer fuhr sich so einfach wie ein Autoscooter auf dem Rummel, - Gas geben, bremsen, lenken. Er lag wegen des tiefen Schwerpunktes der Batterien wie ein Gocart auf der Strasse. Ein echtes Vergnügen und selbst bei meiner Länge, war es ein bequemes, entspanntes Fahren.

Damals konnte ich mir auch die Fertigung ansehen. So ein Elektroauto ist im Prinzip ganz simple aufgebaut. Ein Block Batterien im Fahrzeugboden, ein elektrischer Quermotor und eine Leistungselektronik, die über das "Gaspedal" die Geschwindigkeit regelt und beim Bremsen den Motor als Generator nutzt und dadurch 'negativ beschleunigt', wie es die Physiker ausdrücken würden.

Nicht umsonst waren ja die ersten überhaupt produzierten Autos vor rund 150 Jahren - Elektrofahrzeuge, umgebaute Kutschen mit Elektromotor.  Das Bild zeigt einen "Flocken Elektrowagen" von 1888. Die Geschichte des Elektroautos gibt's bei Wikipedia.
Erst nach den Erfindungen rund um den Ottomotor Ende des 19 Jahrhunderts wurde der "Verbrenner" Standard in der Fahrzeugtechnik.

Das traurige Ende des Hotzenblitz kam dann bei meinem zweiten Besuch in Suhl. Das Projekt war zum Spielball verschiedener Interessengruppen geworden und so fand das ganze Abenteuer in einer grossen Versteigerung auf dem Werksgelände ihr unrühmliches Ende. Heute noch an einen Hotzenblitz zu kommen, ist äusserst schwierig ist und es wurden schon damals Beträge ab 25000 € pro Fahrzeug aufgerufen und bezahlt.

Der Erfinder und treibende Kraft hinter dem Projekt war der Elektromeister Thomas Albiez aus Ibach im Hotzenwald in Österreich. Er sprach angesichts der schnöden Versteigerung seines Werkes von den bitteren Erfahrungen mit der Automobil-Industrie, die nach Kräften das Projekt erst ignoriert, dann schlecht geredet und schließlich torpediert hätten. Nur der Schokoladenfabrikant Ritter hatte das Projekt substaniell mit Investitionen unterstützt.

So ist der Hotzenblitz heute nur noch Geschichte.



Warum hat die deutsche Autoindustrie bei der E-Mobilität so lange gezögert?

Ein Grund war wohl die Batterie Problematik. Alles an Elektrofahrzeugen ist einfacher, - der Elektromotor kein Problem, nur ein Zehntel der drehenden Teile eines Verbrenners, d.h. weniger kompliziert und weniger Verschleiß. Getriebe kann entfallen, da der Elektromotor bei jeder Drehzahl die volle Leistung liefert. Die Steuerung ist simpel, wie beim Trafo der Märklin Eisenbahn. Alles andere ist Karosserie.

Wären da nicht die Batterien. Beim Hotzenblitz waren es noch die Bleiakkumulatoren wie sie heute in fast allen normalen Autos als Starterbatterie verbaut werden. Mit allen bekannten Problemen. Leistungsverlust bei Kälte, Selbstentladung, Leistungsabfall nach ca. 4 Jahren, schwierige Entsorgung weil stark blei- und  säurehaltig.

Die Gesamtökobilanz ist ein Witz: Für die Herstellung einer konventionellen Batterie wird rund 500 Mal so viel Energie aufgewendet, wie sie später wieder zur Verfügung stellt.

Die Entsorgung bzw. Recycling von Batterien kommt noch dazu, - und die ist bisher keinesfalls wirklich ausgereift. So rechnet das Fraunhofer Institut Stuttgart vor, dass ein batteriegetriebenes Fahrzeug erst nach rund 80.000 Kilometern umweltfreundlicher ist, als eines mit Verbrennungsmotor. Vor allem wenn zum Laden der Batterien Kohlestrom genutzt wird.

Dazu kommen sowohl bei Blei Akkus als auch bei den Lithium Ionen Batterien erhebliche Risiken bei Unfällen. Zum Beispiel bei Auffahrunfällen kann der im Wagenboden montierte Batteriesatz Risse bekommen und auslaufen, was zu giftigen Dämpfen führt. Zudem sind Brände von Elektroautos auf Grund der hohen elektrischen Ladung kaum zu löschen, wie verschiedene Unfälle der letzten Zeit gezeigt haben.

Bis zur ökologischen Überlegenheit der E Autos muss noch viel passieren.

Und die Auoindustrie hat abgewartet, ohne selbst früh genug in die Entwicklung und Forschung einzusteigen. Noch vor rund 10 Jahren hatte ich viel Kontakt mit den Ingenieuren im damaligen GM - Opel Entwicklungs- zentrum in Rüsselsheim. Auf E Autos angesprochen, - zunächst lange Gesichter, - nein, keine Entwicklungen in diese Richtung.

Zu all den technischen Problemen rund um die Batterie, kommen die Beschaffungsprobleme der Rohstoffe Lithium und Kobalt.

Und dazu kommt ein ethischer Aspekt. Kobalt, das blaue Schwermetall, wird im Kongo unter erbärmlichen Bedingungen abgebaut, auch von Kindern. So mahnt Amnesty International die Autokonzerne ihre Lieferketten in dieser Hinsicht zu prüfen.

Im Moment geistern zahlreiche Berichte durch die Presse, über gigantische Batteriefabriken die aufgebaut werden, von Tesla bis VW....
Doch dieser Markt ist fest in asiatischen Händen. Diese Monopolstellung hängt zusammen mit einer weitsichtigen Politik, die z.B. den Rohstoffnachschub in den letzten Jahren gerade in Afrika erfolgreich für hauptsächlich chinesische Firmen gesichert hat.

Und trotzdem ist die Weiterentwicklung der Elektromobilität ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, notfalls auch auf Batteriebasis. Denn die jetzt gesammelten Erfahrungen werden späteren Generationen von effizienteren Energieträgern den Weg ebnen.

Der einsetzende Klimawandel zwingt uns zu höchster Effizienz, - das ist die vielleicht beste Nachricht.





Teil 3

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Elektromobilität

Der einsetzende Klimawandel zwingt uns zu höchster Effizienz...
...und das bedeutet Transition, Wandlung vom Verschwenden zum Einsparen, vom Überfluss zum Genug.
Also müssen wir diesen Maßstab auch an die e-mobility anlegen.

...und genau das Gegenteil wird praktiziert.

Zur Zeit erlebt das Thema einen regelrechten Aufmerksamkeits- Boom, einen allgemeinen Buzz.
In Genf wird ja gerade das Hochamt der Autoindustrie gefeiert. Es ist nicht zu fassen welche Strategie die Branche verfolgt: Wachstum aber grün gefärbt! Sie singen das hohe Lied des Einsparens und zeigen uns die gesamte Palette des Unsinns. E-Autos vom paradoxen Urban SUV bis hin zum E-Buggy, - um damit dann energieeffizient durch die Natur zu donnern? So reicht die Palette vom super schnellen, hochpreisigen Sportwagen über alle Typen der Mittelklasse bis zum Volksmodell. Aber ist dabei auch ein wirklich markttaugliches, also ausgereiftes und bezahlbares Modell dabei?

Und die Politik? Setzt sich selbst Ziele, orientiert an der Weltklimakonferenz, die dann an die sich nur mühsam bewegende Industrie wieder angepasst werden. Die Lobby der Autoindustrie reicht bis an die Spitze der Verkehrsministerien. Sie rechnet Massenentlassungen vor und die Politik kuscht.

Wie es besser geht zeigt Norwegen
Hier werden enorme Mengen an Strom durch Wasserkraft gewonnen, obwohl Gas und ÖL im Überfluss produziert werden,- für den Export. Um sich davon unabhängig zu machen, haben die Norweger bereits vor 10 Jahren umgesteuert. Die e Mobility wurde mit allen Mitteln, die einem Staat zur Verfügung stehen, gefördert. Dies reicht bis in meine eigene Familie.
Meine Tochter in Norwegen hat sich schon vor Jahren einen Nissan Leaf, ein reines Elektroauto, angeschafft. Besonders günstig mit staatlichem Zuschuss, steuerbefreit. mit vielen günstigen bis kostenlosen Ladepunkten und extra Fahrspuren für Elektroautos in Oslo. Jedes dritte Auto auf der Strasse ist schon leise. Teslas sieht man an jeder Ecke und erstaunlich viele i BMWs und Golf Stromer.

Wenn die Politik es durchsetzen wollte, dann wäre es möglich. Aber wäre es hier auch sinnvoll?
Sinnvoll wäre es jetzt eine Studie aufzulegen, die eine vergleichende Ökobilanz erstellt, in der alle möglichen technischen Varianten über den gesamten Prozess der Herstellung von der Erzeugung bis zum Verbrauch incl aller nötigen Bauwerke, Maschinen, Ressourcen und deren Rückgewinnung aufgezeigt werden.
Einige Ansätze solcher Bilanzen sind meist im Auftrag einzelner Interessengruppen erstellt und somit evtl nicht objektiv.

Hier einige Links zu der Thematik der Sinnhaftigkeit und Gesamtökobilanz.

Zur Batterie Problematik:
https://www.businessinsider.de/wie-wasserstoff-die-groessten-probleme-von-e-auto-batterien-loesen-koennte-2019-1

Zum Disput: Elektro oder Verbrenner:
https://www.wiwo.de/my/unternehmen/auto/elektro-oder-verbrenner-der-aufstand-gegen-das-e-auto/23902330.html?ticket=ST-53666-mYUB9xHhZMLxSexFOmEK-ap6

Zur generellen Stromversorgung:
https://m.faz.net/aktuell/technik-motor/motor/klimaschutz-woher-all-der-strom-fuer-die-elektroautos-16021145.amp.html

http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/elektroautos-forscher-arbeiten-gegen-drohenden-stau-im-stromnetz-a-1252160-amp.html

Es gibt so viele Ansätze, daß es nicht leicht ist einen Überblick zu gewinnen. Welcher technische Weg ist der effizienteste, - eine Frage, die fast jeder Experte anders beantwortet.

Im Moment scheint mir die Tendenz der Autoindustrie zu sein, den durch Tesla weltweit angefachten Elektrohype, nun für die eigenen Marken zu nutzen und die gesamte Flotten durch äquivalente Elektrofahrzeuge zu ersetzen.

Das ideale Elektroauto fürs Outback?
Im Durchschnitt werden Stadtautos pro Tag 37km bewegt, im Outback sind das dann so um die 50km.
Eine Reichweite von 100 - 120 km wäre also für den Alltag genug.
In dieser Kategorie bietet der in Aachen konzipierte und gebaute Kleinwagen e Go life das beste Preis Leistungsverhältnis.
Bei voller Nutzung der staatlichen e Auto Prämie von 4000 € kostet das Fahrzeug dann rund 11.000 €
Die Erstserie von 3000 Stück ist bereits ausverkauft, Nachschub wird ab 2020 erwartet.
Sobald wir mehr über weitere Kosten wie Kfz - Versicherung und - Steuer erfahren, vermelden wir es hier.

Hier wird das Unternehmen und das Fahrzeug vorgestellt:

https://www.elektroauto-news.net/2019/e-go-mobile-ag-start-up-milliarden-unternehmen-wissen

Hier wird der eGo im Video vorgestellt:



Sollten wir Feedback von euch in Form von Fragen oder Anregungen erhalten, so werden wir das Thema weiter ausbauen.

buzz on e-mobility © Outback BUZZ - Wolf Backhaus






Teil 4

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Elektromobilität

Zur Erreichung der Klimaziele ist Umstellung auf e mobility zu wenig...

Die großen deutschen Autohersteller setzen, allen voran VW, nun ganz auf Elektromobilität mit Batterien als Energieträger. Nur BMW und Daimler wollen die Wasserstofftechnik weiter erforschen und entwickeln. Toyota will das "Batteriezeitalter" überspringen und sich auf die Brennstoffzellen Technik konzentrieren.

Der Genfer Autosalon hat gezeigt, dass deutsche Hersteller vor allem versuchen mit  Fantasy Studien von schweren SUVs bis Buggys und Sportwagen zu glänzen. VW immerhin bringt eine rein auf Elektroantrieb optimierte Plattform im Golfformat auf den Weg.

Die Entwickler und Designer sollten sich auf vernünftige, langlebige und effiziente Fahrzeuge beschränken. Leider nutzt die Mehrzahl der Menschen ihr Auto als Statussymbol, - um was auch immer zu kompensieren oder zu beweisen. Dies bedient die Industrie mit einer wahnwitzigen Palette an Fahrzeugen, die sich zwar technisch kaum unterscheiden, sich alle irgendwie ähnlich sehen und sich vor allem durch das Prestige der Marken definieren.

In Transitionkreisen, also den streng ökologisch Denkenden, wird dies äußerst kritisch gesehen, vor allem weil die Politik nur auf technokratische Lösungen setzt.
Ein ganzen Bündel von Maßnahmen wäre nötig um den CO2 Ausstoß, den allein der Verkehr produziert, wirklich zu verringern. Dazu gehören vor allem die Ausweitung und Steigerung der Akzeptanz eines neu gedachten ÖPNV's, die Verlagerung von viel mehr Güterverkehr auf die Schiene, eine
Kerosin-Besteuerung der gesamten Luftfahrt, sowie der Aufbau lokaler Carsharing Systeme, um die Zahl der Autos insgesamt zu verringern.

Genau dies wäre auch ideal fürs Outback. Jedes unserer Dörfer sollte je nach Bedarf mit Elektroautos ausgestattet sein, die Allen individuelle Fahrten im regionalen Bereich ermöglichen. Die Organisation über eine entsprechende App ist kein Problem und wird in vielen Großstädten bereits angewendet. Stattdessen fahren bei uns die grossen Busse über weite Strecken, um jeweils ein paar Menschen einzusammeln. Das alte ÖPNV System ist ineffizient und teuer und wäre mit moderner Technik energie-sparender, günstiger und individueller zu lösen.

Das passende Auto dazu wäre z.B. der eGo life aus Aachen. Ab 9. Mai werden die ersten 3000 EGos ausgeliefert. Kein derzeit auf dem Markt befindliches Auto ist so radikal auf ein Maximum an Effizienz in der Produktion und im Gebrauch reduziert.
Kein anders ist so günstig.
In der folgenden Übersicht hat unser Leser Christoph L. alles zu den Kosten des eGo zusammengetragen:

Kaufspreis Grundversion  e.GO life 20 (20 kW)        netto:  13.361 €   brutto:  15.900 €
 
Elektrofahrzeug-Kaufprämie                                               - 4.000 €               - 4.000 €
z.Zt. noch Kaufvertrag bis zu 30.06.2019 abgeschlossen (es heißt, Frist soll verlängert werden)
 
Überführungskosten
Lieferung frei Haus
               
Gesamt incl MwSt                                                                   9.361 €               11.900 €
 
Kfz-Steuer (bei Erstzulassung bis zum 31.12.2020)         10 Jahre Kfz-Steuer-Befreiung
 
Kfz-Versicherungen in Eschwege SF-Klasse 1 = 100%        Jahresprämie etwa 250 €
Haftpflicht Einordnung wie bei Verbrenner-Maschinen - hier 20KW
Für die Kasko-Versicherungen liegen noch keine Einstufungen vor.


Wenn der eGo mit Ökostrom 'betankt' wird, ist auch die Gesamtökobilanz positiv.

Unsere Serie e mobility wird je nach Nachrichtenlage erweitert. Alle genutzten Quellen sind im Anhang aufgeführt.


Unsere Angaben entsprechen unserem derzeitigen Wissensstand, sind jedoch ohne Gewähr.


Quellenangaben zur Serie
BUZZ on e mobility

© Outback BUZZ - Wolf Backhaus
https://www.elektroauto-news.net/2019/empa-und-fraunhofer-festkoerperbatterien-fuer-die-elektroautos-von-morgen

https://www.elektroauto-news.net/2019/e-go-mobile-ag-start-up-milliarden-unternehmen-wissen

https://www.auto-motor-und-sport.de/tech-zukunft/alternative-antriebe/reichweite-elektroautos-batteriekapazitaet/

https://www.golem.de/news/dendo-drive-house-mitsubishi-macht-elektroauto-zum-hausakku-1902-139590.amp.html

https://www.elektroauto-news.net/2017/lithium-ionen-akku-wissen

https://www.br.de/nachrichten/amp/wissen/faktenfuchs-wie-umweltfreundlich-sind-elektroautos,RGBSYTj

https://www.elektroauto-news.net/2019/deutschland-platz-6-in-europa-bei-der-umstellung-zu-elektroautos

https://www.sueddeutsche.de/auto/elektroauto-ego-life-ego-mobile-1.4336375!amp

https://www.businessinsider.de/e-auto-praemie-koennte-trotz-bisher-geringer-nutzung-verlaengert-werden-2019-2

https://www.sueddeutsche.de/auto/adac-elektroauto-panne-1.4326727!amp

https://www.elektroauto-news.net/2019/zukunft-von-elektroauto-akkus-deutlich-gruener-aber-weiterhin-aus-asiatischer-produktion

https://www.zeit.de/amp/mobilitaet/2019-01/elektromobilitaet-batteriezell-fertigung-elektroautos-nachhaltigkeit-tesla-elon-musk

https://m.faz.net/aktuell/wirtschaft/diginomics/bundesregierung-will-e-auto-praemie-offenbar-laenger-zahlen-16038567.amp.html

https://edison.handelsblatt.com/e-hub/vorurteile-diese-argumente-gegen-elektroautos-sind-quatsch/23978484.html

https://www.elektroauto-news.net/2019/warum-der-mythos-vom-elektroauto-akku-mit-17-tonnen-co2-rucksack-nicht-stimmt

https://ecomento.de/2019/02/12/regierungsberater-autobauer-arbeiten-an-erschwinglichen-elektroautos/amp/

https://ecomento.de/2019/02/11/gruene-kritisieren-hohe-foerderung-von-wasserstoff-elektroautos/amp/

http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/elektroautos-forscher-arbeiten-gegen-drohenden-stau-im-stromnetz-a-1252160-amp.html

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.studie-zur-elektromobilitaet-zahl-der-e-autos-steigt-weltweit-immens.e642383e-89b9-475f-810a-55d340a0d582._amp.html

https://www.hessenschau.de/panorama/eigentlich-nicht-zu-loeschen-wenn-e-autos-feuer-fangen,brennende-e-autos-feuerwehr-100.html

https://www.elektroauto-news.net/2019/catl-plant-mit-100-gwh-batteriezellen-im-erfurter-werk

https://www.trendsderzukunft.de/forscher-erhoehen-die-reichweite-von-elektroautos-mit-einer-gasturbine/

https://www.elektroauto-news.net/2019/alternative-lithium-ionen-solarbatterien-kochsalz

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/elektroauto-tesla-kauft-maxwell-und-will-model-3-akkus-guenstiger-machen-a-1251684-amp.html

https://m.faz.net/aktuell/technik-motor/motor/klimaschutz-woher-all-der-strom-fuer-die-elektroautos-16021145.amp.html

https://www.golem.de/news/kaiyun-pickman-elektro-kleinstlastwagen-fuer-5-000-us-dollar-1901-139058.amp.html

https://www.gruenderszene.de/automotive-mobility/drehmoment-2019-01-28-vw-preis-ev

https://www.wiwo.de/my/unternehmen/auto/elektro-oder-verbrenner-der-aufstand-gegen-das-e-auto/23902330.html?ticket=ST-2354247-FAlH69KuzB6WhDnk4V3G-ap2

https://edison.handelsblatt.com/erklaeren/elektroauto-akkus-so-entstand-der-mythos-von-17-tonnen-co2/23828936.html

https://www.businessinsider.de/wie-wasserstoff-die-groessten-probleme-von-e-auto-batterien-loesen-koennte-2019-1